Kaderplanung 2026/27: Wie der VfB Stuttgart seinen Weg fortsetzt – und welche Entscheidungen jetzt anstehen


Der VfB Stuttgart steht vor einem Sommer, der weniger von spektakulären Einzeltransfers geprägt sein dürfte, sondern vielmehr von strategischen Weichenstellungen. Es geht um Kontinuität, um das Bewahren eines sportlichen Fundaments und um die Frage, wie man eine Mannschaft weiterentwickelt, die in den vergangenen Jahren überperformt hat, weil Trainer und Spieler gemeinsam über sich hinausgewachsen sind.


Die sportliche Führung: Stabilität als Schlüssel

Fabian Wohlgemuth und Christian Gentner haben Verträge bis 2027, und alles deutet darauf hin, dass der Verein mit beiden weitermachen will. Die Zusammenarbeit funktioniert, die Rollen sind klar verteilt, und der VfB hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er mit dieser sportlichen Leitung kluge, nachhaltige Entscheidungen trifft.

Über Sebastian Hoeneß wird naturgemäß spekuliert. Das gehört inzwischen fast zum Ritual, wenn ein Trainer überperformt. Doch wer ihm zuhört, merkt schnell: Der Mann hat hier noch etwas vor. Er spricht nicht wie jemand, der sich verabschiedet, sondern wie jemand, der ein Projekt weiterführen will. Champions League? Ja. Entwicklungspotenzial im Verein? Ebenfalls ja.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Hoeneß auch 2026/27 an der Seitenlinie steht, ist größer als das Gegenteil.
Und trotzdem: Sollte er gehen, wäre das ein Einschnitt. Nicht nur sportlich, sondern auch kulturell. Hoeneß hat Spieler besser gemacht, Rollen neu definiert, ein Umfeld geschaffen, in dem Talente wachsen. Er ist das zentrale Puzzlestück. Aber, der VfB wäre kein Scherbenhaufen. Der Standort ist attraktiv, die Perspektive klar, und ein Trainerwechsel wäre kein Rückfall in alte Muster, sondern nur ein neuer Abschnitt.


Torhüter: Die Zukunft heißt Seimen – aber nicht nur

Aktuell plant der VfB mit Dennis Seimen, Fabian Bredlow und Stefan Drljaca. Dazu kommen Talente wie Flo Hellstern und Tom Walz, die mittelfristig an die Profis herangeführt werden könnten. Alex Nübel wird nach jetzigem Stand zum FC Bayern zurückkehren. Eine erneute Nübel‑Leihe wäre nicht einmal theoretisch ein Thema. Die FIFA erlaubt Leihgeschäfte nur über einen maximalen Zeitraum von drei Jahren. Der VfB müsste Nübel also fest verpflichten. Abgesehen von seinem hohen Gehalt sehe ich jedoch keinen Grund, in eine Position zu investieren, die mit Seimen und Hellstern für die kommenden Jahre hervorragend abgedeckt ist.

Die zentrale Frage lautet: Wie plant man um Dennis Seimen herum?
Wenn seine Entwicklung so weitergeht, wird er nicht ewig in Stuttgart bleiben. Für diesen Fall wäre es fahrlässig, Hellstern nicht langfristig zu binden. Eine Vertragsverlängerung, kombiniert mit einer Leihe oder einer Rückkaufoption, wäre ein logischer Schritt.

Grundsätzlich ist der VfB im Tor gut aufgestellt. Fehler von Seimen werden kommen, das gehört dazu. Freiburg hat mit Atubolu vorgemacht, wie man einen jungen Keeper durch solche Phasen trägt.


Abwehr: Viel Qualität, viel Interesse – und eine große Baustelle links

Mit Jeltsch, Hendriks, Chabot, Jaquez, Zagadou und Al-Dakhil ist der VfB auf der IV-Position breit aufgestellt. Doch die Personaldecke täuscht ein wenig:

Die einzigen Spieler, deren Verträge auslaufen, sind Dan-Axel Zagadou und Pascal Stenzel. Beide spielten in dieser Saison keine große Rolle mehr und bei Stenzel wird sich daran auch nichts mehr ändern. Bei Zagadou steht wie immer die Frage im Raum: Was macht der Körper? Seine Qualität ist unbestritten, aber seine Verfügbarkeit bleibt ein permanentes Fragezeichen.

Um es deutlich zu sagen: Sollten beide den Verein verlassen, würde das keine schlaflosen Nächte verursachen. Nicht, weil sie schlechte Spieler wären, sondern weil der VfB in der Defensive inzwischen so breit und hochwertig aufgestellt ist, dass diese Abgänge sportlich gut zu kompensieren wären. Die Innenverteidigung ist tief besetzt, die Rollen sind klar verteilt, und die strategisch wichtigen Personalien liegen ohnehin woanders.

Jeltsch, Vertrag bis 2030, bleibt, außer ein absurdes Angebot kommt.
Hendriks, Vertrag bis 2028, aber nicht mehr marktgerecht dotiert. Eine Anpassung ist fällig.
Chabot, könnte gehen. Der Wunsch, im Ausland zu spielen, ist bekannt.
Al-Dakhil, Abgangskandidat, ob Leihe oder Verkauf.
Jaquez, Vertrag bis 2029, bleibt.

Wenn Chabot und Al-Dakhil gehen, braucht der VfB mindestens einen neuen Innenverteidiger. Ein Linksfuß wäre ideal und jemand, der in der Luft ähnlich dominant ist wie Chabot.

Leopold Querfeld (Union)? Leider Rechtsfuß!
Mohammed Salisu (Monaco)? Laboriert derzeit an einem Kreuzbandriss.
Mir geht es aber um die Profile, die passen würden.

Rechtsverteidigung: Assignon und Vagnoman, solide, aber nicht sakrosankt.

Beide sind gute Bundesliga-Spieler. Wenn sich eine klare Verbesserung ergibt, muss man sie prüfen.
Leo Stergiou bleibt ein Dark Horse, aber auf ihn zu setzen wäre mutig.
Chris Olivier aus der U21 könnte eine Option werden, wenn er nicht vorher von Düsseldorf abgegriffen wird.

Linksverteidigung: Die größte Baustelle

Maxi Mittelstädt hat durchblicken lassen, dass er sich einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann. Mit 29 und einem Vertrag bis 2028 wäre der Sommer ein logischer Zeitpunkt. Selbst wenn er bleibt, braucht der VfB einen weiteren Linksverteidiger. Hendriks allein reicht nicht.

Mögliche Profile:

  • Nazinho (Cercle Brügge) – offensivstark, jung, entwicklungsfähig.
  • Maxim De Cuyper (Brighton) – in England noch nicht angekommen, aber mit enormem Potenzial.
  • Abner (Lyon) – dynamisch, technisch stark.

Der VfB braucht hier eine Lösung und zwar eine, die sofort funktioniert.


Zentrales Mittelfeld: Viel Qualität, viele Fragezeichen

Das defensive Mittelfeld hat in den vergangenen Wochen die meisten Schlagzeilen produziert und das aus gutem Grund. Hier entscheidet sich, wie stabil der VfB in die Saison 2026/27 geht und wie flexibel Sebastian Hoeneß sein Spiel weiterentwickeln kann.

Mit Grischa Prömel steht der erste Neuzugang praktisch fest. Ein Transfer, der sportlich wie charakterlich Sinn ergibt: Erfahrung, Intensität, Führungsqualitäten. Dazu kommt, dass der VfB mit Chema weiter planen kann. Der Spieler will bleiben, Real Madrid zeigt keinerlei Ambitionen, ihn zurückzuholen, und der VfB sieht ihn als festen Bestandteil der Zukunft.
Natürlich kann im Sommer immer etwas passieren, aber Stand jetzt ist Chema dabei.

Karazor, Nartey, Catovic, Ulrich – die Unbekannten im System

Atakan Karazor hat noch Vertrag bis 2028, doch seine Rolle wird kleiner werden. Mit Prömel, Chema und einem möglichen weiteren Neuzugang wird es für ihn schwerer, auf die bisherigen Einsatzzeiten zu kommen. Ob er sich mit einer Rotationsrolle zufriedengibt, ist offen.

Niko Nartey ist der komplizierteste Fall. Der VfB will verlängern, aber weiterhin leistungsbezogen. Das ist der Knackpunkt. Kommt ein Klub wie Frankfurt mit einem sicheren Grundgehalt und längerer Laufzeit, könnte Nartey gehen. Sportlich wäre das ein Verlust, aber kein Schock sofern der VfB vorbereitet ist.

Mirza Catovic und Laurin Ulrich (eher Achter als Sechser) bleiben Wackelkandidaten. Beide haben Talent, beide passen ins Profil, aber bei beiden ist unklar, ob der VfB sie aktiv einplant und ob sie selbst den nächsten Schritt in Stuttgart sehen.

El Khannouss und Stiller – zwei Schlüsselspieler, zwei völlig unterschiedliche Szenarien.

Bilal El Khannouss ist offensiver als die anderen, aber zentral für die Balance im Mittelfeld. Die Wahrscheinlichkeit, dass er bleibt, ist hoch.
Und trotzdem: Läuft die WM gut und ein Premier-League-Klub klopft an, wird er zuhören. Das ist kein Drama, sondern Marktlogik.

Angelo Stiller ist der große Domino-Stein.
Er ist offen für einen Wechsel, aber ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen. Klar ist: Wenn er geht, dann nicht für kleines Geld. Unter 40 Millionen ist schwer vorstellbar. Und noch klarer ist: Stiller kannst du nicht 1:1 ersetzen. Nicht in diesem Preisbereich, nicht in dieser Kombination aus Spielintelligenz, Pressingresistenz und Passqualität.

Was bedeutet das für die Planung?
Sicher planen kann der VfB mit: Prömel, Chema, El Khannouss und vermutlich auch mit Karazor. Yannik Keitel könnte zurückkehren, spielt aber in den Überlegungen keine Rolle.

Wenn Stiller bleibt, ist die Zentrale breit genug. Wenn er geht, muss der VfB handeln und zwar gezielt. Die Stuttgarter Zeitung bringt Caspar Jander ins Spiel. Und ja, das passt. Er ist kein Stiller-Klon, aber ein Spieler, der in Hoeneß’ System funktionieren kann.

Mit Chema, Prömel, Karazor und Stiller oder Jander wäre die Doppelsechs gut besetzt. Catovic könnte als „Kronprinz“ aufgebaut werden, vorausgesetzt, er bekommt seine Minuten.

Davor hätte der VfB mit El Khannouss und einem verlängerten Nartey zwei spannende Zwischenlinienspieler. Auch Undav kann diese Rolle spielen. Gleiches gilt für Laurin Ulrich und mit Abstrichen für Noah Darvich und Tiago Tomás. Wenn Nartey nicht verlängert, könnte Jander zusätzlich ein Box-to-Box-Profil abdecken. Auch Prömel kann diese Rolle spielen.

Was passiert, wenn mehrere gehen?

Sollten Stiller, Nartey und vielleicht sogar Karazor oder El Khannouss den Verein verlassen, muss der VfB selbstverständlich nachlegen. Dann reichen Prömel und Jander nicht. Aber es ist kaum vorstellbar, dass Fabian Wohlgemuth die komplette Zentrale in einem Sommer auseinanderfallen lässt.
Stiller ist der wahrscheinlichste Abgang und gleichzeitig derjenige, den du nicht über einen Transfer auffangen kannst.

Ein Blick ins Datenprofil zeigt: Es gibt kaum Spieler, die Stillers Werte erreichen und gleichzeitig bezahlbar sind. Der einzige Spieler unter 20 Millionen, der statistisch in die Nähe kommt, ist Juho Kilo aus Den Haag – zweite niederländische Liga, HSV-NLZ, aber sportlich kein ernsthafter Kandidat. Théo Leoni von Stade Reims (Ligue 2) taucht ebenfalls im Profilvergleich auf. Und Paul Wanner, der im Sommer von Bayern nach Eindhoven gewechselt ist, wäre theoretisch interessant, aber auch praktisch?


Flügel: Zwischen Stabilität, Marktlogik und der Suche nach dem nächsten Leweling

Auf den Außenbahnen beginnt die eigentliche Kaderakrobatik.
Chris Führich wird bleiben, das ist die einfachste aller Antworten. Er fühlt sich wohl, der VfB fühlt sich mit ihm wohl, und der Markt hat sich nach dem letzten Sommer etwas beruhigt.

Jamie Leweling dagegen ist der große Wackelkandidat. Nicht, weil er weg will, im Gegenteil. Seine Aussagen sind fast schon eine Liebeserklärung:

„Es ist schwer, dass ein Verein all das mitbringt, was ich hier gerade habe. Die Stadt ist cool, die Mannschaft ist cool, die Fans – alles ist top. Deswegen muss schon was Großes kommen, wo ich sage: Oh, da überlege ich es mir.“

Das klingt nach Verbleib. Aber es klingt auch nach: Wenn jemand 50+ Millionen auf den Tisch legt, reden wir. Und genau das ist der Punkt. Es gibt Klubs, die für Leweling tief in die Tasche greifen würden. Die Frage ist nur, ob sie es tun.
Ich bin da erstmal optimistisch und falls es doch passiert, tröstet man sich eben mit einer hohen Ablöse.

Die jungen Wilden: Zwischen Vorspielen und Leihe

Justin Diehl könnte sich in der Vorbereitung empfehlen. Er könnte aber genauso gut ein Kandidat für eine Leihe sein, je nachdem, wie Hoeneß seine Rolle sieht.

Lazar Jovanovic und Badredine Bouanani sind ähnliche Fälle: viel Talent, aber noch nicht klar, ob sie 2026/27 schon echte Rotationsspieler sind oder ob ein Zwischenschritt sinnvoller wäre.

Noah Darvich darf sich ebenfalls zeigen. Er kann rechts spielen, aber er ist kein 1:1‑Leweling‑Ersatz und soll es auch nicht sein. Darvich ist ein Kreativspieler, keiner, der permanent Tiefe attackiert.

Was passiert, wenn Leweling geht?

Dann muss der VfB zwingend nachlegen. Tiago Tomás ist flexibel, kann beide Seiten und die Mitte spielen, aber er allein reicht nicht. Du brauchst einen Flügelspieler, der das Leweling‑Profil abdeckt:

  • Tempo
  • Tiefgang
  • Dribbling
  • Abschluss
  • Physis
  • Pressingintensität

Und genau da wird es spannend. Der Markt hat viele Namen parat und wenig realistische Preise. Wyscout spuckt eine ganze Reihe interessanter Profile aus, aber viele davon sind schlicht zu teuer.

Anis Hadj Moussa (Feyenoord), den kennen wir noch aus der Europa League. Brutales Tempo, stark im Eins‑gegen‑Eins. Aber: Marktwert 20 Mio., Premier-League‑Interesse. Das ist eher Kategorie „schön wär’s“.

Christos Tzolis (Club Brügge), aus Düsseldorf bekannt, technisch stark, guter Abschluss. Aber auch er dürfte finanziell über dem liegen, was der VfB bereit ist zu zahlen.

Keito Nakamura (Stade Reims), der erste Name, der realistisch wirkt. Preislich im Rahmen, spielerisch interessant, aber er kommt eher über links und der VfB braucht jemanden, der rechts spielen kann oder zumindest beide Seiten beherrscht.

Was bedeutet das für die Planung? Der VfB wird auf den Flügeln nicht zwingend viel verändern, aber er muss vorbereitet sein. Bleibt Leweling, ist die Lage entspannt. Geht er, braucht es einen klaren Nachfolger und zwar keinen „Projektspieler“, sondern jemanden, der sofort funktioniert.


Sturmzentrum: Zwischen Stabilität, Marktmechanik und der Suche nach einem neuen Profil


Im Sturmzentrum wird es richtig interessant. Demirović, Undav, Arévalo und Tomás stehen unter Vertrag. Auf dem Papier sieht das nach Tiefe, in der Realität aber nach vielen Fragezeichen aus.

Jeremy Arévalo ist das größte davon. Er hat Talent, das sieht man in einzelnen Trainingssequenzen. Er hat in der Bundesliga gescort und in der 3. Liga getroffen. Aber noch wirkt er wie ein Fremdkörper. Die Abläufe, die Automatismen, das Timing, all das ist noch nicht auf Bundesliga-Niveau. Ob er das in einer Sommerpause aufholen kann? Möglich, aber nicht garantiert. Aktuell spricht wenig dafür, dass Arévalo 2026/27 ein verlässlicher Starter wird.

Demirović ist ein anderer Fall. Er spielt mit Bosnien die WM und das macht ihn automatisch zu einem potenziellen Transferziel. Mittelstarke Premier-League-Klubs könnten anklopfen und ihm das Doppelte zahlen. Ob er das will, ist eine andere Frage. Aber der Markt wird ihn wahrnehmen.

Deniz Undav wiederum hat seine eigene Schwebephase. Die Vertragssituation ist nicht final geklärt, und auch wenn er sich in Stuttgart wohlfühlt, bleibt ein Wechsel theoretisch möglich.

Ich sehe die Abgangswahrscheinlichkeit weder bei Undav noch bei Demirović als hoch, aber sie ist vorhanden. Und das reicht, um die Kaderplanung kompliziert zu machen.

Milosevic – das fehlende Profil

Jovan Milosevic dürfen wir nicht vergessen. Er bringt ein Profil mit, das sonst keiner im Kader hat: groß, wuchtig, technisch sauber, guter Abschluss. Wenn Werder Bremen die Klasse hält, könnte er dort noch ein Jahr dranhängen. Aber ehrlich gesagt: Ich würde ihn gerne beim VfB sehen. Wir haben gesehen, dass er treffen kann, auch per Kopf und solche Stürmer haben wir nicht.

Was fehlt dem VfB im Sturm?

Ganz klar, ein weiteres Profil. Entweder der schnelle, wendige, physisch robuste Stürmer, der tief geht, Räume reißt, Pressinglinien sprengt, ein Typ Ricky-Jade Jones, nur mit mehr Qualität. Oder der kopfballstarke Allrounder, der Bälle festmacht, Ablagen spielt, Strafraumpräsenz hat, ein Typ Serhou Guirassy. Beide Profile wären Gold wert. Beide sind aber schwer zu finden und fast alle, die regelmäßig treffen, liegen in Preisregionen, die der VfB nicht bedienen kann.

Der Markt: viele Namen, wenig realistische Lösungen

Joaquín Panichelli (Straßburg), ein spannender Spieler, physisch stark, guter Abschluss. Aber gerade verletzt, Kreuzbandriss und ohnehin unbezahlbar.

Ismael Saibari (PSV), technisch überragend, vielseitig, aber ebenfalls zu teuer.

Ayase Ueda (Feyenoord), in der Europa League nicht restlos überzeugend, aber datenbasiert ein Match. Preislich vielleicht machbar, aber kein Selbstläufer.

Was bedeutet das für die Planung?

Der VfB hat im Sturmzentrum vier, mit Milosevic fünf Spieler aber es fehlen Profile. Das macht die Position zu einer der spannendsten Baustellen des Sommers. Der Idealfall wäre, Undav und Demirović bleiben, Milosevic kommt zurück und der VfB holt einen weiteren Stürmer, der ein neues Element ins Spiel bringt.

Der Worst Case wäre, Undav oder Demirović gehen und Milosevic, sowie Arévalo sind noch nicht so weit. Dann müsste der VfB gleich doppelt nachlegen und das wird teuer.

Fazit: Ein Sommer der Balance und der Weichenstellung

Der VfB Stuttgart geht in den Sommer 2026 mit einer klaren Ausgangslage, aber vielen offenen Variablen. Die sportliche Führung steht, der Trainer will bleiben, und der Kern der Mannschaft ist intakt. Doch genau in dieser Stabilität liegt die Herausforderung: Der VfB muss den Kader weiterentwickeln, ohne die Achse zu verlieren, die ihn in die Bundesliga-Spitze geführt hat.

Im Tor ist der Klub gut aufgestellt, muss aber langfristig denken. Seimen wird nicht ewig bleiben, Hellstern muss gebunden werden, und Nübel ist nur ein Thema, wenn sich ein seltenes Szenario ergibt.

In der Abwehr ist die Innenverteidigung breit, aber nicht stabil im Bestand. Chabot könnte gehen, Al-Dakhil ist ein Abgangskandidat, und links klafft die größte Baustelle des gesamten Kaders. Hier braucht es zwingend Verstärkung, unabhängig davon, ob Mittelstädt bleibt.

Im Mittelfeld entscheidet sich die Statik der kommenden Saison. Prömel kommt, Chema bleibt, aber Stiller ist der große Domino-Stein. Sein Profil ist kaum ersetzbar, und ein Abgang würde den VfB zu kreativen Lösungen zwingen. Nartey, Karazor, Catovic und Ulrich sind Variablen, die den Sommer unberechenbar machen. Die Zentrale kann stabil bleiben oder komplett neu sortiert werden müssen.

Auf den Flügeln hängt alles an Jamie Leweling. Bleibt er, ist der VfB gut aufgestellt. Geht er, braucht es zwingend einen Nachfolger mit Tempo, Tiefgang und Abschlussqualität. Führich bleibt, die Talente müssen sich beweisen, und Tomás ist ein wertvoller Ergänzungsspieler aber kein Ersatz für Leweling.

Im Sturmzentrum ist die Lage am volatilsten. Undav und Demirović sind nicht akut wechselwillig, aber der Markt könnte sie trotzdem bewegen. Arévalo ist noch nicht so weit, Milosevic wäre ein spannender Rückkehrer. Ein zusätzlicher Stürmertyp, entweder schnell und wendig oder kopfballstark und wuchtig wäre ideal. Doch genau diese Profile sind schwer zu finden und teuer.

Was bedeutet das alles?

Der VfB steht vor einem Sommer, der weniger von großen Namen geprägt sein wird, sondern von klugen Entscheidungen.

Es geht darum,

  • die linke Seite zu stabilisieren,
  • die Innenverteidigung abzusichern,
  • die Zentrale nicht auseinanderbrechen zu lassen,
  • auf den Flügeln vorbereitet zu sein,
  • und im Sturm ein fehlendes Profil zu ergänzen.

Der VfB muss nicht neu bauen, er muss präzise nachjustieren. Die größte Gefahr ist nicht ein einzelner Abgang, sondern die Summe mehrerer. Die größte Chance liegt darin, dass der Verein inzwischen eine klare Identität hat und Spieler, die diese Identität tragen wollen.

2026/27 wird kein Umbruchjahr. Es wird ein Jahr der Feinjustierung. Ein Jahr, in dem der VfB beweisen kann, dass nachhaltiger Erfolg kein Zufall ist, sondern das Ergebnis guter Planung.


Volle Transparenz: Der Artikel wurde nach meinem Erstentwurf einmal durch Copilot gejagt, um Formulierungen zu schleifen, Fakten zu checken und Rechtschreibfehler zu überprüfen. Alle Spielervorschläge habe ich anhand von Vergleichsdaten über Wyscout ermittelt.

Folge 440 – Die Liebe höret nimmer auf!

Der VfB Stuttgart rehabilitiert sich vollumfänglich für die Heimniederlage gegen Dortmund. Wir reden natürlich über das überzeugende 4:0 gegen des HSV und diskutieren über großen Chancenwucher und kleinen Wechselfrust. Natürlich blicken wir auch schon auf das nächste Match gegen die übermächtig scheinenden Bayern und machen uns gegenseitig Hoffnung. Außerdem in dieser Folge: Unsere Prognose für die restlichen Saisonspiele, die Spiele der U19 und U21, die Leihspieler und natürlich das Wahnsinnstor von Rosa Rückert!

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SKS – Bilder zur Choreo
Alemannia Aachen und das Problem mit rechten Hooligans
Tickets – TSG Balingen gegen VfB Stuttgart
Tickets – Kickers Offenbach gegen VfB Stuttgart
Brustring mit Ausrufezeichen

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StZ – DFB ermittelt: Diese Konsequenzen drohen den VfB-Fans

Folge 439 – Zu gierig zum punkten

Warum hat der VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund nach sieben ungeschlagenen Spielen mal wieder verloren? Sollte Deniz Undav 6 Millionen Euro pro Jahr verdienen und woher kommt diese Summe überhaupt? Warum spielt der Aufsteiger aus Hamburg so eine stabile Saison und auf welche Spieler sollten wir achten? Was kann die VfB-Frauen jetzt noch am Aufstieg hindern und wann sehen wir Noah Darvich bei den Profis? In dieser Folge beantworten wir wirklich alle dringenden Fragen, sogar diese: Wer ist Harvey?

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Hörbuch – Erste Runde Vestmannaeyjar

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StZ – Neue Verträge: VfB plant mit Nikolas Nartey und Dan-Axel Zagadou

Folge 438 – In Deniz we trust

Endlich wieder Liga! Aber natürlich können wir nicht nur über das anstehende Topspiel gegen Borussia Dortmund reden, sondern müssen auch zurück auf die Länderspielphase blicken – mit ihren Highlights wie dem Sieg von Bosnien-Herzegowina gegen Italien oder den negativen Höhepunkten wie z.B. der Kommunikation von Julian Nagelsmann. U21, U19 und die VfB-Frauen mit neuem Trainer: Haben wir natürlich auch am Start!

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Fritz Quien – Der Kampf um Anerkennung
Tickets – DFB-Pokalfinale der Junioren 2026

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StZ – Beeindruckt und geehrt – höchster Landesorden für Hitzlsperger und Kappel
Sportschau – Fanszenen nennen Polizeigewalt in deutschen Stadien „alarmierend“

Folge 437 – Jetzt geht’s erst richtig los

Der VfB verliert in Porto und triumphiert in Augsburg. Wir sprechen über beide Spiele, fragen uns aber auch: Wie sieht der nächste Entwicklungsschritt für das Team von Sebastian Hoeneß aus? Apropos nächster Schritt: Natürlich sprechen wir auch ausführlich über das erste Spiel der VfB Stuttgart Frauen im Neckarstadion. Länderspielphase, U19, U21 und Faustball: Wir haben wie immer auch sonst alles im Gepäck!

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20 VfB-Talente im Nationalteam-Einsatz

QUELLE
kicker – Senegal zieht vor den CAS: „Ungerecht, beispiellos, inakzeptabel“
Fussballtransfers – Begründung steht: Marokko ist Afrika Cup-Sieger

Folge 436 – Hendriks Maximus

Der VfB schlägt Leipzig. Nicht, weil alles glänzte – sondern weil Haltung manchmal mehr wert ist als Finesse. Wir nehmen euch mit durch dieses 1:0, das mehr erzählt, als es auf dem Papier aussieht.

Dazu gibt’s die doppelte Gegner-Vorschau:
🔹 Porto – europäisch, unbequem, voller Fallstricke
🔹 Augsburg – Bundesliga-Alltag, aber garantiert kein Selbstläufer

Natürlich schauen wir auch auf alles, was im VfB-Kosmos sonst noch brennt:

  • die VfB-Frauen,
  • die U21 und U19,
  • die Leihspieler,
  • und den Innovation Matchday – inklusive eines Anrufs bei der KI‑gestützten Feedback-Hotline (ja, das wird so gut, wie es klingt).

Zum Schluss gibt’s noch einen kleinen, aber gehaltvollen Beitrag – nennen wir ihn ruhig ein „Intermezzo“ – zur Sportministerkonferenz am Donnerstag.

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kicker – Geheimbrief an DFB und DFL: VfB für lokale Stadionverbotshoheit

Folge 435 – Hausrecht durchsetzen!

Der VfB erhält im Heimspiel gegen den FC Porto eine Lektion in den dunklen Künsten des Fußballs und muss sich jetzt vermutlich entscheiden, welches Spiel das wichtigere ist: Das Rückspiel in Porto in der Europa League oder das Ligaspiel am Sonntagabend gegen Leipzig. In dieser Folge ordnen wir natürlich das 1:2 gegen das Team aus Portugal ein und geben euch alle nötigen Infos für das Spiel gegen die Dosen.

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Folge 434 – Woran hat et jelegen?

Vor dem Highlight-Spiel gegen den FC Porto wirkte der VfB Stuttgart gegen Mainz seltsam kraftlos. Wir gehen auf Spurensuche, was der Grund gewesen sein könnte. Aber natürlich blicken wir auch voraus auf das Duell gegen den 30-fachen portugiesischen Meister und sagen euch, was ihr für das Achtelfinal-Hinspiel wissen müsst. Transfer-News, Leihspieler, VfB-Frauen, U21 und U19? Haben wir natürlich auch mit dabei!

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Mädchen-Fördertraining mit Leonie Maier
VfB Bildungsakademie: Next Gen Women

QUELLE
kicker – Ausnahme Donnerstag: DFB setzt Pokal-Halbfinale an
StZ – Verletzt und abgetaucht: Was ist mit Talent Lazar Jovanovic los?
StZ – Transfer VfB Stuttgart: Kaufpflicht bei Bilal El Khannouss – Es herrscht Klarheit
StZ – Tickets für alle – der neue Normalfall?

Die Leihspieler des VfB Stuttgart (10. März 2026)

Es gibt Wochen, da läuft es einfach. Und es gibt Wochen wie diese, in denen man sich beim Blick auf die Leihspieler des VfB Stuttgart fragt, ob irgendwo ein unsichtbarer Fluch durchs Schwabenland zieht. Schnell also zu den Leihspielern – und schnell auch zu den Ausfällen, denn davon gab es reichlich. Es ist ein bisschen wie beim Arzt im Wartezimmer: Man kommt rein, und jeder hat etwas anderes, aber alle sehen nicht gut aus.

Jovan Milosevic – Rückenprellung, Bremen gewinnt trotzdem

Milosevic, bis Juni 2026 an Werder verliehen, fehlte mit einer Rückenprellung. Eine dieser Verletzungen, die man nicht sieht, aber spürt – und zwar bei jeder Bewegung. Werder spürte sie allerdings nicht: 4:1 gegen Union.

Yannik Keitel – Knieprobleme, Augsburg verliert erwartbar

Keitel und Knie – das ist inzwischen eine eigene Abteilung im Augsburger Lazarett. Ohne ihn verliert der FCA 1:2 gegen Leipzig. Natürlich verliert Augsburg ohne Keitel gegen Leipzig. Das ist fast schon Naturgesetz. Man könnte sagen: Keitel fehlt, Augsburg verliert.

Leonidas Stergiou – eine Saison wie ein medizinisches Lehrbuch

Stergiou ist der tragische Held dieser Leihspieler-Saga. Adduktorenverletzung, muskuläre Probleme, jetzt Muskelfaserriss. Davor Syndesmosebandriss. Wenn man seine Saison zusammenfasst, klingt es wie die Kapitelübersicht eines Orthopädie-Skripts. Heidenheim verliert 2:4 gegen Hoffenheim und bleibt Letzter. Man möchte fast sagen: Stergiou und Heidenheim – beide kämpfen, beide fallen.

Dennis Seimen – stabil, aber nicht siegreich

Seimen spielt, Seimen hält, Seimen liefert. 1:1 gegen Braunschweig, eine solide Leistung, die man in Paderborn vermutlich mit einem Schulterzucken quittiert. Runter auf Platz 4 geht es trotzdem. Am Samstag wartet Bielefeld – ein Spiel, das nach Torwartarbeit riecht.

Jarzinho Malanga – 90 Minuten Bank, 3 Punkte trotzdem

Elversberg gewinnt 1:0 gegen Magdeburg, Malanga sieht das alles aus der besten Perspektive: von der Bank. 90 Minuten lang. Platz 3 bleibt, die Stimmung gut, und am Freitag geht es nach Fürth. Vielleicht darf er dann mal wieder mitspielen. Vielleicht.

Laurin Ulrich – Niederlage, Verletzung, Sorgen

Magdeburg verliert erneut, diesmal 0:1. Viel schlimmer: Ulrich muss zur Halbzeit verletzt raus. Diagnose offen, Gefühl schlecht. Es sah übel aus, und Magdeburg ist jetzt Tabellenletzter. Am Freitag wartet Darmstadt – und man fragt sich, ob Ulrich überhaupt warten kann oder schon wieder liegen muss.

Benjamin Boakye – ein schwieriger Nachmittag auf Schalke

Boakye startet für Bielefeld, spielt 59 Minuten, und wenn man es positiv formulieren will: Es war kein einfaches Spiel. Schalke gewinnt 1:0 durch Edin Džeko, der offenbar beschlossen hat, dass er auch mit 40 noch Bundesliga spielen kann. Bielefeld bleibt Zwölfter. Boakye bleibt bemüht.

Luca Raimund – im Kader, aber unsichtbar

Raimund reist mit Düsseldorf nach Nürnberg, sieht ein 1:0, sieht den Rasen aber nicht. Nicht eingewechselt. Düsseldorf springt auf Rang 10 und verschafft sich Luft im Abstiegskampf. Raimund verschafft sich vor allem Geduld.

Eliot Bujupi – Knieverletzung, mehr ist nicht zu sagen

Bei Bujupi reicht ein Wort: Knieverletzung. Man kennt das inzwischen. Leider.

Peter Reinhardt – der Mann, der plötzlich wieder auftauchte

Letzte Woche fragten wir uns: Wo ist eigentlich Peter Reinhardt? Die Antwort kam von einem Hörer, und sie ist so bodenständig wie schwäbisch: Reinhardt spielt aktuell für die zweite Mannschaft des FV Illertissen in der Landesliga. Ihm geht es gut. Manchmal sind die einfachsten Antworten die besten.

Folge 433 – Happy Place Bad Cannstatt

Der VfB Stuttgart begeistert uns nicht nur beim 4:0 gegen den VfL Wolfsburg, sondern auch in der Liederhalle bei „Klassik trifft Kurve“. Wir reden über beide Events, aber natürlich auch über alles andere, was VfB-relevant ist: die VfB-Frauen, die U21, die U19, die U14 und über viele andere Themen.

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VfB-Stiftung verleiht Gerhard-Mayer-Vorfelder-Medaille 2026
CC97 – Transparenzoffensive zur Überarbeitung der SV-Richtlinien
Ticket für VfB Karrieremesse 2026

QUELLEN
StZ – Jovan Miloseivc: „Wir haben viel gestritten“
StZ – Wie der VfB die Wölfe schwindelig spielt
StZ – Tickets für das Halbfinale gegen Freiburg – so läuft der Verkauf
kicker – DFL beschließt Kaderkostenregel
kicker – Neue U-21-Liga: DFL führt zusätzlichen Wettbewerb ein
StZ – Mit Zagadou – so lief der Start in die Trainingswoche