Die Leihspieler des VfB Stuttgart (02. März 2026)


Der VfB Stuttgart hat in diesem Frühjahr eine merkwürdige Außenstelle eröffnet: Sie liegt verteilt über Bremen, Augsburg, Heidenheim, Paderborn, Elversberg, Magdeburg, Bielefeld, Düsseldorf, Westerlo und Illertissen. Und überall dort spielen junge Männer, die eigentlich in Bad Cannstatt lachen, leiden und lernen sollten – es aber vorerst anderswo tun. Manche blühen auf, manche stolpern, manche warten. Und manche treffen einfach, wenn man sie aufstellt.

Jovan Milosevic – der Stürmer, der nicht weiß, dass er treffen müsste

Jovan Milosevic ist ein Phänomen. Einer dieser Stürmer, die aussehen, als hätten sie vergessen, dass Fußball schwer sein soll. Man stellt ihn auf, und er trifft. Punkt. Das hat jetzt auch Daniel Thioune begriffen. Beim 2:0 gegen Heidenheim durfte Milosevic erstmals unter dem neuen Trainer von Beginn an ran – und erhöhte seine Torquote auf eine Zahl, die eigentlich nur in Computerspielen vorkommt: alle 98 Minuten ein Tor.

Seit seiner Ankunft hat Werder sieben Tore erzielt, fast die Hälfte davon Milosevic. Das ist nicht normal, aber es ist auch nicht neu. Bei Partizan Belgrad traf er alle 105 Minuten. Der Junge macht einfach weiter.

Der Sieg bringt Bremen auf Platz 16, aber am Sonntag in Berlin könnte Thioune auf ihn verzichten müssen – Rückenprobleme. Bitter genug. Noch bitterer: Milosevic sagte in einem Interview, dass er in Bremen kaum gelacht habe. Der Sieg sei eine Befreiung gewesen. Man möchte ihm zurufen: Komm im Sommer nach Bad Cannstatt, da wird gerade sehr viel gelacht.

Yannik Keitel – der Mann, der Augsburg in die Champions League führt (theoretisch)

Es gibt den Keitel-Effekt. Er ist wissenschaftlich nicht belegt, aber eindeutig nachweisbar: 17 Punkte in 8 Spielen, seit Yannik Keitel für Augsburg spielt. So viele wie der VfB. Nur Bayern und Dortmund sind besser.

Gegen Köln war das Spiel schlecht, aber Keitel kam nach 50 Minuten beim Stand von 0:0. Fünf Minuten später: 1:0. In der 94.: 2:0. Das ist kein Zufall. Das ist Hexerei. Augsburg steht auf Platz 9, 15 Punkte hinter Platz 4. Wenn Keitel fit bleibt, ist alles möglich – theoretisch.

Gegen Köln war er stark: gute Tacklings, gute Zweikämpfe, sauberes Aufbauspiel. Nur Torgefahr fehlt – aber die erwartet niemand. Am Samstag geht’s nach Leipzig. Und trotz aller Abneigung gegen das Konstrukt: Hoffentlich wechselt Manuel Baum ihn nur ein. Man weiß ja, was passiert, wenn Keitel von Beginn an spielt.

Leonidas Stergiou – zurück, aber nicht angekommen

Leo Stergiou ist wieder fit. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Er spielte beim 0:2 gegen Bremen eine unglückliche zweite Halbzeit. Beide Gegentore fielen über seine Seite. Er war nicht der Hauptschuldige, aber eben auch nicht die Lösung.

Heidenheim bleibt Letzter. Die Abschiedstour aus der Bundesliga geht am Samstag gegen Hoffenheim weiter. Aus VfB-Sicht wäre ein Wunder hilfreich – ein Heimsieg, den niemand erwartet.

Dennis Seimen – der sichere Rückhalt, den Paderborn verdient

Dennis Seimen war sehr knapp von seinem achten Zu-Null-Spiel entfernt. Dann traf Kenny Prince Redondo in der 98. Minute. Paderborn gewann trotzdem 2:1 und sprang auf Platz 2.

Seimen kann zufrieden sein: Beim Stand von 1:0 hielt er mehrfach stark. Er wirkt wie ein Torhüter, der weiß, dass seine Zukunft groß wird – und dass Paderborn nur eine Zwischenstation ist.

Jarzinho Malanga – ein schwacher Tag zur falschen Zeit

Elversberg spielte 1:1 in Kiel. Malanga kam in der 59. Minute, zwei Minuten später führte Elversberg. Und zwei Minuten danach stand es wieder unentschieden. Für Malanga war es ein schwacher Einsatz: gegen den Ball ohne Zugriff, mit Ball zu fehlerhaft.

Elversberg rutscht aus den Top 3. Am Freitag kommt Magdeburg. Malanga wird wieder gebraucht – diesmal mit Licht statt Schatten.

Laurin Ulrich – nah dran, aber nicht nah genug

Magdeburg verlor 1:3 gegen den KSC. Eine unnötige Niederlage. Laurin Ulrich hätte das 2:2 machen müssen. Kurz danach wurde er ausgewechselt, kurz danach fiel das 1:3.

Magdeburg steht wieder auf Platz 17. Abstiegskampf pur. Ulrich ist mittendrin – und muss lernen, dass Chancen in solchen Spielen nicht vergeben werden dürfen.

Benjamin Boakye – solide, aber noch nicht komplett

Bielefeld verlor 0:1 gegen Hannover. Boakye durfte erstmals 2026 starten. Mit Ball war das ordentlich, gegen den Ball ausbaufähig. Bielefeld ist Zwölfter und spielt am Freitag gegen Tabellenführer Schalke. Ein schweres Spiel – und vielleicht eines, in dem Boakye wachsen kann.

Luca Raimund – zurück im Kader, noch nicht zurück auf dem Platz

Düsseldorf gewann 2:1 gegen Bochum. Raimund war erstmals seit dem 24. Januar wieder im Kader. Minuten gab es keine, aber allein die Rückkehr ist ein Fortschritt. Düsseldorf springt auf Platz 11. Am Samstag geht’s nach Nürnberg. Vielleicht wird Raimund dort wieder gebraucht.

Eliot Bujupi – Knieverletzung

Mehr muss man nicht sagen. Und mehr kann man nicht sagen. Hoffen wir, dass es nicht zu lange dauert.

Peter Reinhardt – die Regionalliga rollt wieder, aber ohne ihn

Illertissen spielte 1:1 gegen Memmingen. Reinhardt stand nicht im Kader. Die Saison beginnt für ihn also mit Warten. Und Hoffen.

Folge 432 – Pleite, Pech, Porto!

Der VfB geizt gegen die Schotten mit Toren, steht aber trotz des 0:1 gegen Celtic Glasgow zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder in einem europäischen Achtelfinale. Wir reden über die gute Stimmung und das nicht ganz so gute Spiel und gucken Richtung Portugal und auf den Turnierbaum. Außerdem gibt es die Vorschau auf die anstehende Bundesligapartie gegen Wolfsburg und einen Blick zu den VfB-Frauen und ins NLZ.

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QUELLEN
kicker – Hoeneß macht die 100 voll – und liegt beim Punkteschnitt schon vorn
kicker – Europa-League-Turnierbaum: Auf wen der VfB und Freiburg in den nächsten Runden treffen können
kicker – Tiago Tomas bekommt sein Wunschlos
kicker – Hartes Los für Stuttgart: VfB gegen Porto – Freiburg gegen Genk

Folge 431 – Ostalb, bloody hell!

In dieser Folge blicken wir nicht nur zurück, sondern vor allem voraus: Auf das Rückspiel gegen Celtic. Wir sprechen darüber, welche realistischen Chancen die Schotten überhaupt noch auf ein Weiterkommen haben – und ob Sebastian Hoeneß angesichts der Gelbvorbelastungen rotieren muss oder ob der VfB gerade jetzt seine beste Elf braucht.

Dazu ordnen wir das 3:3 in Heidenheim ein: Der VfB bringt zwar alle talentfreien Tugenden auf den Platz, lässt aber die mentale Frische vermissen. Und so sehr die VAR-Diskussionen berechtigt sind – am Ende müssen wir mit dem Punkt wohl leben. Oder doch nicht? Wir führen die ultimative VAR-Diskussion. Und damit automatisch auch die ultimative Stegemann-Diskussion.

Natürlich schauen wir auch auf unsere Leihspieler, die U19 und die U21: Wer entwickelt sich, wer stagniert, wer klopft an? Alles drin, alles dran.

Eine Folge zwischen Frust, Analyse und Vorfreude – und mit der Frage, wie viel Europa in diesem VfB wirklich steckt.

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Die Leihspieler des VfB Stuttgart (23. Februar 2026)


Es gibt diese Wochen, in denen man sich fragt, ob Leihgeschäfte nicht eigentlich kleine Sozialstudien sind: junge Spieler, große Erwartungen, wechselnde Trainerlaunen – und irgendwo dazwischen der VfB, der hofft, dass alle Beteiligten ein bisschen wachsen. Manche tun das. Manche warten darauf. Manche schießen wenigstens ein Tor.

Jovan Milosevic – der Unruhestifter, der liefert

Jovan Milosevic durfte wieder nicht starten. Und irgendwann reicht es einem jungen Stürmer dann auch: Unter der Woche ließ er mitteilen, dass er sich seine Leihe nach Bremen „anders vorgestellt“ habe.

Daniel Thioune reagierte auf der Pressekonferenz mit einer Mischung aus Verständnis und pädagogischer Distanz. Manchmal passten Spieler eben nicht zur Aufgabe, sagte er, was aber nichts über Jovans Qualitäten aussage. Ein Satz, der gleichzeitig beruhigen und erklären soll – und doch beides nicht so richtig schafft.

Gegen St. Pauli passte Milosevic erneut nicht in die Startelf. Aber nach seiner Einwechslung in der 61. Minute brauchte er exakt eine Minute, um zu zeigen, dass er sehr wohl zu Aufgaben passt, die ein Gegner stellt. Abschluss, Tor, 1:1.

Blöd nur, dass Fujita acht Minuten später das 2:1 erzielte – und dabei blieb es. Milosevic konnte nichts mehr ändern, außer vielleicht seine eigene Position im internen Ranking. Bremen rutscht auf Platz 17. Und Jovan dürfte sich fragen, ob man Aufgaben nicht auch mal an Spieler anpassen könnte.

Yannik Keitel – der Mann, der nicht verliert

Augsburg gewann 3:2 in Wolfsburg, ein Sieg, der wichtiger war als er schön war. Zweimal zurückgelegen, dreimal getroffen – das ist die Art von Spiel, die man später „Charaktersieg“ nennt.

Yannik Keitel saß 90 Minuten auf der Bank. Und irgendwann muss man ehrlich sein: Selbst ich kann den „Keitel-Effekt“ nicht mehr konstruieren.

Aber: Wenn Keitel im Kader steht, verliert Augsburg nicht. Das bleibt.

Augsburg ist jetzt Zehnter und trifft am Freitag auf Köln. Vielleicht braucht es dann wieder diesen Effekt, den es offiziell nicht gibt.

Leonidas Stergiou – der Ausfall zur rechten Zeit

Es hätte noch gefehlt, dass Leo Stergiou gegen den VfB ein Tor macht. Aber dazu kam es nicht, denn Stergiou fehlte wegen muskulärer Probleme im Heidenheimer Kader.

Heidenheim erkämpfte sich einen Punkt, bleibt aber Letzter. Und nächste Woche kommt es zum Duell Letzter gegen Vorletzter: Heidenheim gegen Bremen, Stergiou gegen Milosevic, Schmidt gegen Thioune.

Wir schicken Kraft an beide Fanlager. Die werden sie brauchen.

Dennis Seimen – der Torwart, der auch mal normal sein darf

Paderborn gewann 5:2 gegen die Hertha, ein Spiel, das nach Spektakel klingt und auch so war.

Dennis Seimen konnte sich dabei nicht so auszeichnen wie gegen Bochum. Beim 2:1 schickt Schuler ihn ins Kino, beim 5:2 wirkt er etwas unentschlossen. Aber das passiert selbst guten Torhütern – und Seimen ist ein guter Torhüter.

Paderborn klettert auf Platz 4 und trifft nächste Woche auf den 1. FC Kaiserslautern. Ein Spiel, in dem Seimen wieder mehr zu tun bekommen dürfte.

Jarzinho Malanga – der solide Einwechsler

Elversberg gewinnt zum zweiten Mal in Folge, diesmal 3:1 gegen Braunschweig. Platz 3 – und das völlig verdient.

Jarzinho Malanga kam beim Stand von 2:1 nach 68 Minuten ins Spiel, spielte gute Pässe, machte wenig falsch und fiel ansonsten nicht weiter auf. Manchmal ist das genau das, was ein Trainer will.

Laurin Ulrich – mittendrin im Chaos

Magdeburg verliert 3:5 auf Schalke. Zwei Elfmeter, ein Eigentor, ein Treffer von Dzeko – ein Spiel, das man nur in der 2. Liga bekommt.

Laurin Ulrich spielte 90 Minuten durch, war an vielen Angriffen beteiligt, verteilte wichtige Bälle, geriet aber in den Zweikämpfen an seine Grenzen. Gegen den Tabellenführer zu verlieren ist kein Drama, aber Magdeburg rutscht wieder auf den Relegationsplatz.

Am Sonntag kommt der KSC. Ein Spiel, das Ulrich motivieren dürfte – und motivieren muss.

Benjamin Boakye – bemüht, aber ohne Wirkung

Arminia Bielefeld verliert überraschend 1:2 in Fürth.

Benni Boakye kam nach 60 Minuten, da stand es schon 1:2. Er versuchte, das Spiel zu drehen, aber es reichte nicht. Zwei ungefährliche Abschlüsse, ein paar solide Pässe – mehr war nicht drin.

Bielefeld ist jetzt Elfter und trifft am Samstag auf Hannover 96. Ein Gegner, der Fehler nicht verzeiht.

Luca Raimund – ein Wochenende ohne Fußball

Luca Raimund stand bei Düsseldorfs 1:2 in Darmstadt nicht im Kader.

Und auch für die zweite Mannschaft gab es keine Minuten, weil das Spiel gegen Fortuna Köln wegen Unbespielbarkeit des Rasens verlegt wurde.

Ein Wochenende ohne Fußball – für einen jungen Spieler oft das Schlimmste.

Eliot Bujupi – weiterhin verletzt

Knieverletzung. Mehr gibt es nicht zu sagen, außer: Gute Besserung.

Peter Reinhardt – Warten auf Memmingen

Illertissen spielt erst am 28. Februar wieder, zuhause gegen Memmingen.

Bis dahin bleibt Reinhardt im Trainingsbetrieb – und im Wartemodus.

Folge 430 – Perfect Night in Glasgow

In dieser Folge sprechen wir über die entspannteste internationale Auswärtsfahrt, die der VfB Stuttgart in den letzten 2 Jahren erlebt hat. Glasgow zeigt sich von seiner besten Seite: großartige Stimmung, offene Menschen – und unsere aktive Fanszene setzt mit einer grandiosen Choreo im Celtic Park ein Ausrufezeichen.
Sportlich wird es ein Abend, den niemand so schnell vergisst. Der VfB schlägt Celtic auswärts mit 4:1 im „Paradise“ – paradiesische Zustände für alle mitgereisten Fans. Die Tore: zwei Mal Bilal El Khannouss, ein wuchtiger Abschluss von Jamie Leweling und ein Treffer von Tiago Tomás, über den wir uns ganz besonders freuen.


Statt langer Analysen oder taktischer Tiefenbohrungen gibt es diesmal einen unmittelbaren Erlebnisbericht – aufgenommen direkt nach Abpfiff an einer Tankstelle neben dem Celtic Park.


Trotz aller Euphorie findet auch die Vorschau auf das nächste Bundesliga‑Spiel in Heidenheim ihren Platz. Und: Wir sprechen über Alex Wehrle, der sich europaweit für die Rechte und Anliegen der Auswärtsfans starkmacht – ein wichtiges Signal in Zeiten zunehmender Restriktionen.

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Die Leihspieler des VfB Stuttgart (17. Februar 2026)

Es gibt Wochen, in denen man als Beobachter der VfB-Leihfraktion das Gefühl hat, man schaue in ein Paralleluniversum: dieselben Namen, dieselben Hoffnungen – aber völlig unterschiedliche Realitäten. Manche kämpfen gegen den Abstieg, manche gegen die eigene Form, manche gegen die medizinische Abteilung. Und einer hält plötzlich alles, was auf ihn zufliegt. Ein Überblick.

Jovan Milosevic – der Zuschauer im falschen Spiel

Werder Bremen empfing die Bayern, und Jovan Milosevic empfing: die Bank. Daniel Thioune entschied sich gegen den Stürmer, vielleicht aus taktischen Gründen, vielleicht aus Vorsicht, vielleicht aus einem Bauchgefühl heraus, das man im Abstiegskampf gern „Erfahrung“ nennt.

Im Nachhinein kann man sagen: Glück gehabt. Die 0:3-Niederlage hätte Milosevic nicht verhindert, und er muss sich nicht fragen lassen, warum er es nicht getan hat.

Bremen bleibt Sechzehnter, spielt am Sonntag gegen St. Pauli – Sechzehnter gegen Siebzehnter. Spiele, die man als VfB-Beobachter inzwischen mit einer Mischung aus Distanz und Dankbarkeit betrachtet. Wie gut, dass man da nicht mehr mitspielt.

Yannik Keitel – der Bankspieler mit Wirkung

Yannik Keitel ist wieder gesund, und das ist für Augsburg schon einmal die halbe Miete. Gegen Heidenheim strahlte der „Keitel-Effekt“ sogar von der Bank aus. Augsburg gewann durch einen späten Elfmeter, ein Sieg, der wichtiger war als schön.

Sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang – in Augsburg nennt man das vermutlich „Ruhe“. Am Samstag geht es nach Wolfsburg, wo man traditionell nie weiß, ob man gegen eine Mannschaft oder gegen ein Stimmungsbild spielt.

Leonidas Stergiou – is back, aber noch nicht zurück

Auch Leo Stergiou ist wieder fit, auch er saß auf der Bank, auch er wurde nicht eingewechselt. Heidenheim feierte an diesem Spieltag vor allem die Niederlagen der Konkurrenz – manchmal ist das im Tabellenkeller der größte Erfolg.

Sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz bleiben es trotzdem. Und am Sonntag wartet eine der besten Mannschaften der Liga: der VfB Stuttgart. Ein Spiel, das für Stergiou eine besondere Note haben könnte – wenn er denn spielt.

Dennis Seimen – der Torwart, der Bochum den Verstand raubte

Letzte Woche konnte er sich kaum auszeichnen, diese Woche zeichnete er sich aus wie ein Torwart, der beschlossen hat, die Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft zu setzen.

Bochum schoss 22-mal aufs Tor, erspielte sich einen xG von 2,24 – und scheiterte zehnmal an Dennis Seimen. Zehn Paraden, mehrere Blocks, ein Abend, an dem er schlicht unüberwindbar war.

Paderborn nimmt einen Punkt mit, verliert aber Platz 3 und steht nun auf Rang 5. Am Sonntag kommt die Hertha – und man darf gespannt sein, ob Seimen wieder in den Modus „Wand“ schaltet.

Jarzinho Malanga – der geduldige Beobachter

Elversberg gewann in Dresden, und Jarzinho Malanga durfte das aus nächster Nähe betrachten: von der Bank. Vincent Wagner verzichtete auf ihn, vielleicht weil das Spiel zu eng war, vielleicht weil die Balance stimmte.

Elversberg klettert auf Rang 3, und am Samstag wartet Braunschweig. Ein Spiel, in dem Malanga vermutlich wieder Minuten bekommen wird – irgendwann muss man ja auch mal mitspielen dürfen.

Laurin Ulrich – solide trotz Niederlage

Magdeburg hatte letzte Woche fünf Tore geschossen, diesmal waren es null. Gegen Bielefeld setzte es ein 0:2, und Laurin Ulrich stand wie gewohnt in der Startelf.

Bis zu seiner Auswechslung in der 80. Minute spielte er ordentlich, ohne das Spiel drehen zu können. Magdeburg rutscht zurück auf den Relegationsplatz. Am Samstag geht es im Topspiel nach Schalke – ein Ort, an dem man selten unbemerkt bleibt.

Benjamin Boakye – der Unterschiedsspieler

Bielefeld gewann in Magdeburg, und einer der Gründe heißt Benjamin Boakye. Nach 70 Minuten eingewechselt, danach ein Antreiber, Balleroberer – und Torschütze zum 2:0.

Ein starker Auftritt, der Bielefeld auf Platz 10 bringt. Am Freitag geht es zum Tabellenletzten nach Fürth. Spiele, die man gewinnen muss, wenn man Ruhe haben will.

Luca Raimund – ein Schritt zurück

Luca Raimund ist wieder aufgetaucht – allerdings nicht dort, wo man ihn gern sehen würde. Statt im Fortuna-Profi-Kader spielte er in der zweiten Mannschaft gegen Bonn.

0:1 verloren, Raimund nach 77 Minuten ausgewechselt. Es läuft noch nicht rund, und man spürt, wie schwer der Übergang zwischen Talent und Profi sein kann.

Eliot Bujupi – medizinische Abteilung statt Spielfeld

Knieverletzung. Mehr muss man nicht sagen, und mehr kann man nicht sagen. Hoffen wir, dass es bald wieder anders klingt.

Peter Reinhardt – die Winterpause der Regionalliga

Illertissen spielt erst am 28. Februar wieder, zuhause gegen Memmingen. Bis dahin bleibt Reinhardt im Trainingsbetrieb – und im Wartemodus.

Folge 428 – Taxi-Tipps für Köln-Fans

Eine ganze Woche ohne VfB-Spiel: Ist das überhaupt legal? Zum Glück geht es am kommenden Samstag endlich mit einem Heimspiel weiter. Wir sagen euch, wie der VfB den 1. FC Köln knacken kann und warum Köln gerade in der Krise steckt. Außerdem gibt’s in dieser Sendung erste Infos zum Spiel in Glasgow, wir werfen einen Blick ins NLZ, wir schauen, was die VfB-Frauen abgeliefert haben und natürlich sind auch die Transfer-News mit dabei. Genauso wie der ultimative Geheim-Tipp, um koschtenlos in den Tunnelclub zu kommen – Schwabenstyle!

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STR Rewind – Zusammenfassung VfB gegen Köln
STR Rewind – SPIEGEL-Artikel „Blanker Haß“
STR Rewind – SPIEGEL-Artikel „Angst vor Reagan“
STR Rewind – Egon Coordes im Interview
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Die Leihspieler des VfB Stuttgart (11. Februar 2026)


Es gibt Wochen, in denen man sich fragt, ob Leihgeschäfte nicht die ehrlichste Form des Fußballs sind: Man schickt Spieler hinaus in die Welt, und sie bringen Geschichten zurück. Manche sind komisch, manche tragisch, manche einfach nur absurd. Die vergangene Woche der VfB‑Leihspieler war eine Mischung aus allem.

Jovan Milosevic – Elf Minuten, null Ballkontakte, eine neue Realität

In Bremen hat man jetzt Daniel Thioune engagiert, um Werder zu retten. Das klingt nach Plan, aber der Plan begann mit einem 0:1 in Freiburg. Für Jovan Milosevic bedeutete das: 11 Minuten Netto-Einsatzzeit, 0 Ballkontakte. Ein mathematisches Verhältnis, das man nicht lange durchhält, wenn man Bundesligaminuten sammeln möchte.

Werder rutscht auf den Relegationsplatz, und am Samstag kommen die Bayern. Ob man Milosevic da mehr Minuten wünschen soll, ist eine Frage, die sich irgendwo zwischen Fürsorge und Sadismus bewegt.

Yannik Keitel – Augsburg ohne Keitel ist Augsburg ohne Punkte

Yannik Keitel fehlt mit muskulären Problemen. Augsburg verliert in Mainz. Das überrascht niemanden, der die letzten Wochen verfolgt hat. Keitel rein: Augsburg gewinnt. Keitel raus: Augsburg verliert. So simpel ist Fußball manchmal.

Jetzt steht der FCA auf Platz 13 und empfängt Heidenheim. Ein Spiel, das nach Keitel schreit – aber Keitel schweigt.

Leonidas Stergiou – Heidenheim ohne Halt

Auch Leonidas Stergiou fehlt weiter. Adduktoren. Schon wieder. Beim 0:2 gegen den HSV war er nicht dabei, und Heidenheim wartet seit November auf einen Auswärtssieg. Am Sonntag geht’s nach Augsburg, aber egal wie es ausgeht: Heidenheim bleibt Letzter.

Stergiou könnte für diese Mannschaft das sein, was ein Stabilisator für ein Fahrrad ist. Ohne ihn wackelt es. Und aktuell wackelt es sehr.

Dennis Seimen – Ein Gegentor, das wehtut, und ein Platz, der Hoffnung macht

Paderborn schlägt Nürnberg 2:1, und Dennis Seimen steht wieder in den Top 3 der 2. Liga. Das Gegentor war fies. Ansonsten hatte er einen ruhigen Nachmittag, was für einen Torwart immer ein zweischneidiges Kompliment ist.

Am Sonntag geht’s nach Bochum. Dort wird es garantiert nicht ruhig.

Jarzinho Malanga – gute Ansätze, aber noch zu wenig Präsenz

Elversberg verliert 0:3 gegen Hertha. Malanga kommt nach 66 Minuten, macht seine Sache ordentlich, wenn er am Ball ist – aber er ist zu selten am Ball. Er muss sich mehr zeigen, mehr anbieten, mehr wehtun. Zweikämpfe sind noch kein Freund von ihm.

Elversberg ist Vierter und fährt zum Topspiel nach Dresden. Ein Spiel, das nach Spielern verlangt, die sich zeigen wollen.

Laurin Ulrich – ein Spiel wie ein Fiebertraum

Greuther Fürth gegen Magdeburg war das Spiel, das man seinen Enkelkindern später nicht erklären kann. 1:0, 1:5, 3:5 zur Pause, 4:5 am Ende. Laurin Ulrich war mittendrin und lieferte eine Vorlage, lief über 12 Kilometer, sprintete, kämpfte, gewann Zweikämpfe – und passte sich beim Passspiel dem allgemeinen Chaos an.

Magdeburg gewinnt ein Spiel, das man eigentlich nur überlebt. Platz 15. Am Sonntag kommt Bielefeld. Ein Sieg, und man überholt sie ein. Ein Sieg, und Ulrichs Woche hätte ein Happy End.

Benjamin Boakye – drei Luftduelle, drei Punkte

Bielefeld gewinnt 3:2 gegen Braunschweig – der erste Sieg seit dem 3. November. Boakye kommt in der 76. Minute, gewinnt drei von drei Luftduellen und macht ansonsten das, was man in solchen Spielen macht: nichts falsch.

Platz 11. Nächster Gegner: Magdeburg.

Luca Raimund – weder hier noch dort

Luca Raimund stand weder bei den Profis noch bei der zweiten Mannschaft im Kader. Vielleicht war er in Predazzo und hat seinem Cousin beim Olympiagold zugesehen. Wahrscheinlicher ist: Er ist schon wieder verletzt. Eine bittere Vermutung, aber eine realistische.

Eliot Bujupi – Knieverletzung

Mehr muss man nicht sagen. Und doch sagt es alles.

Peter Reinhardt – Warten auf Memmingen

Illertissen spielt erst am 28. Februar wieder. Für Reinhardt heißt das: Trainingsplatz statt Bühne. Auch das ist Teil einer Leihe, die man selten erzählt, weil sie so unspektakulär ist.

Folge 427 – Hells Bells auf Repeat

Der VfB verliert! Zum ersten Mal in der Bundesliga im Jahr 2026 und zum ersten Mal am Millerntor seit 1996! Das Ergebnis damals wie heute: 1:2. Das wirft Fragen auf, z.B. ob Jamie Leweling eine ähnliche VfB-Legende wird wie der Torschütze von damals: Krassimir Balakov. Oder ob der VfB Stuttgart nach 9 Spielen in 28 Tagen einfach an seine Grenzen gekommen war. Über gegebene und nicht gegebene Handelfmeter reden wir natürlich auch! Alles andere zum VfB Stuttgart gibt’s dann in Folge 428!

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