Folge 427 – Hells Bells auf Repeat

Der VfB verliert! Zum ersten Mal in der Bundesliga im Jahr 2026 und zum ersten Mal am Millerntor seit 1996! Das Ergebnis damals wie heute: 1:2. Das wirft Fragen auf, z.B. ob Jamie Leweling eine ähnliche VfB-Legende wird wie der Torschütze von damals: Krassimir Balakov. Oder ob der VfB Stuttgart nach 9 Spielen in 28 Tagen einfach an seine Grenzen gekommen war. Über gegebene und nicht gegebene Handelfmeter reden wir natürlich auch! Alles andere zum VfB Stuttgart gibt’s dann in Folge 428!

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Folge 426 – It’s not pretty, but it’s Undav!

Die Störche fliegen. Nämlich aus dem Pokal und der VfB und wir blicken auf die zweite Station der Nord-Tour: Denn nach Kiel ist Sankt Pauli! In dieser Folge blicken wir auf das Pokalspiel gegen Holstein Kiel zurück, geben euch alle wichtigen Infos für das Liga-Spiel gegen Sankt Pauli und schauen natürlich auch auf den Jahresauftakt der VfB-Frauen und die Spiele der U21 und U19.

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Sebastian beim Millernton
Franz Beckenbauer nach dem WM-Titel 1990

Folge 425 – Road to Paradise

Bern oder Breisgau: Der VfB Stuttgart besiegt alle drei Tage eine andere Mannschaft im Neckarstadion – und wir könnten uns durchaus daran gewöhnen. In dieser Folge blicken wir aber nicht nur auf die zwei letzten Siege zurück, sondern schauen auch auf die anstehende Aufgabe im DFB-Pokal: Kiel, we’re coming!

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Schwabensturm – Bilder – EL-Spieltag: VfB – BSC Young Boys (3:2)

Die Leihspieler des VfB Stuttgart (01. Februar 2026)


Es gibt Wochen, in denen sich das Schicksal der Leihspieler des VfB Stuttgart liest wie eine Sammlung kleiner, aber sprechender Fußballparabeln. Geschichten über Chancen, die sich nicht öffnen wollen, über Mannschaften, die taumeln, und über Spieler, die trotzdem versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen. Manchmal gelingt es ihnen. Manchmal nicht. Und manchmal ist das Scheitern gar nicht ihr eigenes.

Jovan Milosevic – Bremen, das Warten und die Wirklichkeit

Jovan Milosevic erlebt gerade, was man im Fußballgeschäft eine „ungünstige Gemengelage“ nennt. Werder Bremen hat seit drei Monaten nicht mehr gewonnen, und wenn ein Verein so lange ohne Erfolg bleibt, dann endet das selten mit einem Blumenstrauß. Horst Steffen musste gehen, nun übernehmen Raphael Duarte und Christian Groß – eine Interimslösung, die schon dadurch problematisch ist, dass sie interimistisch ist.

Für Milosevic bedeutet das: Er spielt in einer Mannschaft, die sich selbst nicht versteht. Gegen Hoffenheim durfte er von Beginn an ran, gegen Gladbach kam er in der 64. Minute. Kein Torschuss, kein Tor – aber das wäre zu einfach erzählt. Seine Pässe waren sauber, seine Zweikämpfe robust, sein Auftreten stabil. Nur hilft das wenig, wenn die Mannschaft um ihn herum weiter Richtung Tabellenkeller trudelt. Platz 15, Mainz nur noch einen Punkt dahinter. Es ist ein schmaler Grat, auf dem Milosevic gerade balanciert.

Yannik Keitel – der Mann, der Augsburg anschaltet

Es gibt Spieler, die kommen aufs Feld und plötzlich sieht eine Mannschaft aus, als hätte jemand das Licht angemacht. Yannik Keitel ist so einer. Gegen St. Pauli kam er zur Halbzeit, es stand 1:1. 14 Minuten später führte Augsburg 2:1, am Ende gewann der FCA zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge.

Keitel war nicht der Torschütze, aber er war ein Taktgeber. Zweikämpfe, Pässe, Präsenz – das ganze Paket. Augsburg klettert auf Platz 11, und Keitel wirkt wie jemand, der sich gerade selbst beweist, dass er mehr kann, als Stuttgart ihm zugetraut hat.

Leonidas Stergiou – Heidenheim ohne Halt

Leonidas Stergiou fehlte in Dortmund. Wieder muskuläre Probleme, wieder die Frage: Wie lange? Heidenheim verlor 2:3, war nah dran an einer Überraschung, aber eben nur nah. Und man konnte sehen, dass ihnen ein Spieler fehlte, der Ordnung in die Defensive bringt.

Stergiou könnte für Heidenheim das sein, was ein Stützpfeiler für ein altes Haus ist: Man merkt erst, wie wichtig er ist, wenn er wegbricht. Tabellenletzter bleibt Heidenheim trotzdem. Gegen den HSV wären drei Punkte nicht nur wichtig, sondern fast schon eine Art Überlebensmaßnahme.

Dennis Seimen – solide im Sturmgebiet

Paderborn verliert in Düsseldorf 1:2, und Dennis Seimen kann nichts dafür. Er hält, was zu halten ist, er macht keine Fehler, er wirkt wie jemand, der längst bereit ist für größere Aufgaben. Aber Paderborn steckt fest: Nur vier Siege aus den letzten zehn Spielen, Platz 4, Tendenz fallend.

Seimen steht im Tor einer Mannschaft, die sich selbst im Weg steht. Am Samstag kommt Nürnberg – ein Spiel, das mehr über Paderborn aussagen wird als über Seimen.

Jarzinho Malanga – ein Joker mit Wucht

Elversberg gewinnt 3:1 in Kaiserslautern, und Jarzinho Malanga kommt in der 83. Minute. Da steht es schon 2:1, später wird es 3:1. Malanga ist nicht am Tor beteiligt, aber er hat in der 92. Minute eine Riesenchance – eine, die man ihm gegönnt hätte, weil er immer wirkt wie ein Spieler, der kurz davor ist, etwas Entscheidendes zu tun.

Elversberg ist zurück auf Platz 2. Am Samstag kommt die Hertha. Malanga wird wieder warten müssen – aber er ist einer, der aus wenig Einsatzzeit viel macht.

Laurin Ulrich – der stille Aufsteiger im Abstiegskampf

Magdeburg verliert 1:2 gegen Hannover, die zweite Niederlage in Folge. Laurin Ulrich spielt bis zur 88. Minute, und man kann sich nur wiederholen: Er macht’s gut. Sehr gut sogar. Pässe, Zweikämpfe, Laufwege – alles auf einem Niveau, das höher ist als der Tabellenplatz seines Teams.

Er spielt eine Großchance heraus, er bringt Struktur in ein Spiel, das oft strukturlos wirkt. Und man fragt sich: Wie sähe Ulrich in einer besseren Zweitligamannschaft aus? Wahrscheinlich noch besser.

Magdeburg fällt von 14 auf 17. Am Freitag geht es gegen Fürth, den Tabellenletzten. Ein Spiel, das man nicht verlieren darf – und das Ulrich trotzdem nicht alleine gewinnen kann.

Benjamin Boakye – ein Wochenende ohne Einsatz

Arminia Bielefeld spielt 1:1 in Dresden, und Benjamin Boakye bleibt draußen. Bielefeld steht auf Platz 14, aber die Tabelle ist eng wie ein Nadelöhr. Mit einer Niederlage gegen Braunschweig könnte die Arminia erstmals in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz rutschen. Mit einem Sieg könnten sie die Eintracht überholen.

Boakye wartet derweil auf seine Chance. Und manchmal ist Warten im Fußball die härteste Disziplin.

Luca Raimund – zwischen Anspruch und Regionalliga

Luca Raimund steht beim 2:1 der Fortuna gegen Paderborn nicht im Kader. Stattdessen spielt er 45 Minuten für Düsseldorf II gegen Gütersloh. 0:2 verloren. Es ist ein Zwischenschritt, der sich wie ein Rückschritt anfühlt, aber manchmal sind solche Wochen Teil der Ausbildung. Auch wenn sie sich nicht so anfühlen.

Eliot Bujupi – die Pause, die keiner wollte

Knieverletzung. Mehr muss man nicht sagen. Und doch sagt es alles.

Peter Reinhardt – Warten auf den Restart

Illertissen spielt erst am 28. Februar wieder, gegen Memmingen. Für Reinhardt heißt das: Trainingsplatz statt Bühne.

Folge 424 – Kein Lauf, sondern Substanz!

Nach der frustrierenden Niederlage in Rom betreibt der VfB Stuttgart Wiedergutmachung in Mönchengladbach und lässt der Borussia keinerlei Chance. In dieser Folge reden wir natürlich über das 3:0 im letzten Ligaspiel, aber wir schauen auch auf die anstehende Partie im Neckarstadion in der Europa League gegen die Young Boys aus Bern und das nächste Heimspiel in der Liga gegen den SC Freiburg. U21, U19 und die VfB-Frauen: Die haben wir selbstverständlich auch im Programm!

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Die Leihspieler des VfB Stuttgart (26. Januar 2026)


Es gehört zu den eher unscheinbaren, aber doch aufschlussreichen Übungen eines Bundesligisten, im Januar einmal auf jene Spieler zu blicken, die gerade anderswo ihr Glück versuchen. Manchmal findet man dort kleine Fortschrittsgeschichten, manchmal Tragikomödien, manchmal nur die nüchterne Erkenntnis, dass Entwicklung selten linear verläuft. Beim VfB Stuttgart ist das in dieser Saison nicht anders. Ein Blick auf die Leihspieler zeigt: Es wird gearbeitet, gerackert, gestolpert – und gelegentlich gezaubert.


Jovan Milosevic – ein Stürmer im Wartestand
Jovan Milosevic durfte gegen Leverkusen ab der 60. Minute mitspielen, was in etwa so dankbar ist wie ein Schachspiel zu übernehmen, wenn der Gegner schon Dame, Turm und Läufer in Stellung gebracht hat. Leverkusen führte 1:0, Bremen hing in den Seilen, und Milosevic versuchte, mit zwei harmlosen Abschlüssen und ein paar soliden Zweikämpfen wenigstens ein bisschen Körperlichkeit ins Spiel zu bringen.

Es blieb beim Versuch.

Werder rutschte auf Platz 15, und am Dienstag wartet Hoffenheim – jene Hoffenheimer, die Frankfurt zuletzt auseinandergenommen haben wie ein schlecht zusammengebautes Ikea-Regal. Man möchte also nicht unbedingt auf einen Bremer Sieg wetten. Aber vielleicht denkt sich Steffen ja: Wenn schon Chaos, dann richtig – und wirft Milosevic mal von Beginn an rein. Man weiß ja nie.

Yannik Keitel – der Mann mit der Aura
Es gibt Spieler, die brauchen keine Ballkontakte, um ein Spiel zu verändern. Yannik Keitel ist offenbar so einer.

Bis zur 74. Minute führte Bayern gegen Augsburg 1:0. Dann kam Keitel. Und dann fiel das 1:1. Und dann das 2:1

Keitels Anteil: vier Ballkontakte, ein Pass, null Zweikämpfe, null Torschüsse.

Man könnte sagen: Er war nicht beteiligt. Oder man könnte sagen: Er war entscheidend beteiligt. Aura eben. Der Keitel-Effekt.

Augsburg springt auf Platz 13 und empfängt am Samstag St. Pauli. Vielleicht reicht ja wieder ein Pass.

Leonidas Stergiou – zurück auf dem Platz, zurück in der Realität
Leonidas Stergiou spielte 90 Minuten für Heidenheim, was zunächst einmal die gute Nachricht ist. Die weniger gute: Bei einem Gegentor sah er nicht ideal aus. Die ehrliche: Leipzig war in der zweiten Halbzeit schlicht eine Klasse besser.

Heidenheim bleibt Tabellenletzter, und am Sonntag geht es zum BVB. Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass diese Saison für den FCH eher ein Überlebenskampf als ein Abenteuer wird. Aber Stergiou spielt wieder!

Dennis Seimen – ein Sieg, der gut tut
Paderborn hatte fünf Spiele lang nicht gewonnen, lag gegen Preußen Münster zurück – und gewann am Ende doch 2:1. Beim Gegentor sah die gesamte Abwehr nicht gut aus, Seimen eingeschlossen. Danach aber stabilisierte er sich, und Paderborn kletterte auf Platz 3.

Nächste Woche geht es nach Düsseldorf, die auf Rang 16 stehen. Ein Spiel, das man in Paderborn wohl als „Chance“ bezeichnet und in Düsseldorf als „Gefahr“.

Jarzinho Malanga – solide, aber noch nicht zwingend
Elversberg hat im neuen Jahr noch nicht so recht in den Rhythmus gefunden: erst ein 2:3 in Nürnberg, dann ein 1:1 gegen Bochum. Malanga kam gegen Bochum in der 74. Minute, spielte ordentliche Pässe, sprintete fleißig, blieb aber in Zweikämpfen und Dribblings eher unauffällig.

Elversberg fällt aus den Top 3 und ist nun Vierter. Am Samstag geht es auf den Betzenberg, wo man mit vier Punkten Rückstand, auf Platz 6 liegend, schon ein bisschen lauert. Es wird ein Spiel, das nach Kampf und Chaos riecht – also eines, in dem Malanga durchaus glänzen könnte.

Laurin Ulrich – der Aufsteiger im Zentrum
Magdeburg verlor gegen Dynamo Dresden, aber Laurin Ulrich war einer der wenigen Lichtblicke. Starke Pässe, saubere Ballkontrolle, Präsenz im Zentrum – Ulrich macht gerade einen Schritt, der sich nicht mehr übersehen lässt.

Ein bisschen mehr Torgefahr, und man müsste sich in Stuttgart ernsthaft fragen, wie man ihn im Sommer wieder integriert.

Magdeburg fällt auf Platz 14, spielt aber am Freitag erneut zu Hause – gegen Hannover. Ulrich dürfte wieder beginnen. Und das ist für Magdeburg eine gute Nachricht.

Benjamin Boakye – ein Bankplatz mit Bedeutung
Boakye saß beim 2:2 der Arminia gegen Kiel 90 Minuten auf der Bank. Das klingt nach wenig, reichte aber, um auf Platz 13 zu klettern. Am Sonntag geht es nach Dresden, die nur einen Punkt hinter Bielefeld stehen. Ein Spiel, das man in Ostwestfalen wohl als „sehr wichtig“ bezeichnet – und in Dresden als „überlebenswichtig“.

Luca Raimund – ein bitterer Nachmittag
Auch Luca Raimund blieb draußen, sah die 1:2-Niederlage der Fortuna in Hannover von der Seitenlinie. Düsseldorf rutscht auf Platz 16, den Relegationsplatz. Und wie es der Spielplan so will: Nächster Gegner ist Paderborn.

Es könnte ein unangenehmer Abend werden.

Eliot Bujupi – Knieverletzung
Mehr muss man nicht sagen. Hoffen wir, dass es nicht allzu lange dauert.

Peter Reinhardt – Winterpause
In Illertissen rollt der Ball erst im Februar wieder. Für Reinhardt heißt das: warten, trainieren, hoffen.

Folge 423 – Ciao Bella, ciao Punkte!

Veni, vidi, wenig: Der VfB kam nach Rom, sah in den ersten 15 Minuten ganz gut aus und fuhr mit leeren Händen zurück nach Cannstatt. Wir versuchen in dieser Folge herauszufinden, was neben der Effizienz noch gefehlt hat. Von Rom geht’s an den Rhein, denn schon am Sonntag wartet das Auswärtsspiel in Mönchengladbach. Und wir haben alles, was ihr dazu wissen müsst: Players to watch, Spielweise und unseren Startelf-Tipp.

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Folge 422 – Ciao Roma!

Warum hat der VfB Stuttgart gegen Union den perfekten Start ins neue Jahr verpasst? Wir gehen mit euch auf Spurensuche und beschäftigen uns mit Themen wie Effizienz und späten Wechseln. Aber natürlich blicken wir auch auf das nächste Spiel und sagen euch, was den VfB in Rom erwartet. Und natürlich gibt es noch viel mehr: Transfer-Update, Leihspieler-Segment, Jahresauftakt der U21, torreiches Testspiel der VfB-Frauen, die U19, neue Partner und, und, und!

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Die Leihspieler des VfB Stuttgart


Es gehört zu den kleinen Ironien des Fußballgeschäfts, dass man manchmal erst in der Ferne erkennt, was man zu Hause hat. Der VfB Stuttgart hat nicht erst seit diesem Winter eine ganze Handvoll junger Spieler in die Republik und darüber hinaus verstreut – und nun schaut man Woche für Woche auf die Spielberichte anderer Klubs, um zu sehen, wie viel Zukunft gerade anderswo heranwächst. Ein Überblick über jene, die gerade nicht da sind, aber doch irgendwie dazugehören.

Jovan Milosevic – der Unerschrockene in Grün-Weiß
Leihe bis 30. Juni 2026 zu Werder Bremen

Man hätte meinen können, der Wechsel nach Bremen würde die Schlagzahl der Erfolgsmeldungen etwas dämpfen. Doch Jovan Milosevic ist kein Spieler, der sich an dramaturgische Erwartungen hält. In seinem zweiten Bundesligaspiel trifft er prompt – zum 3:2, im Weserstadion, mit jener jugendlichen Unbekümmertheit, die man nicht trainieren kann.

Dass Frankfurt in der letzten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzwingt, ist bitter für Bremen, aber nicht für Milosevic. Für ihn war es ein Heimdebüt, das man sich in Stuttgart notiert. Bremen steht auf Platz 13, am Samstag wartet Leverkusen. Und man hat das Gefühl: Wenn Milosevic Lust hat, trifft er dort auch.

Yannik Keitel – ein Debüt mit Schattenseiten
Leihe bis 30. Juni 2026 zum FC Augsburg

Yannik Keitel durfte in Augsburg sofort ran – in der Innenverteidigung, einer Position, die man nicht einfach so spielt, sondern erträgt. Nach 63 Minuten war Schluss, da stand es bereits 2:2, obwohl Augsburg 2:0 geführt hatte.

Keitels Anteil daran? Beim 1:2 verlängert er einen Ball unglücklich zu Suzuki, der ihn unter die Latte hämmert. Dazu eine überschaubare Zweikampfquote, Aufbau mit Luft nach oben. Es war ein Debüt, das man höflich „holprig“ nennt. Augsburg steht auf Platz 15 und fährt nun zum FC Bayern. Ein Ort, an dem Innenverteidiger selten Selbstvertrauen tanken.

Leonidas Stergiou – drei Minuten, ein Gegentor, ein Lernmoment
Leihe bis 30. Juni 2026 zum 1. FC Heidenheim

Auch Leonidas Stergiou bekam seine ersten Minuten – und sie waren von der Sorte, die man später in Interviews als „prägend“ bezeichnet. Beim Stand von 1:0 eingewechselt, drei Minuten später fällt der Ausgleich.

Sieben Ballkontakte, ein gewonnener Zweikampf, solide mit Ball, aber insgesamt ein Einsatz, der eher ein Versprechen als eine Aussage war. Heidenheim klettert auf Platz 16 und empfängt RB Leipzig. Stergiou wird mehr Gelegenheiten bekommen. Und er wird sie brauchen.

Dennis Seimen – der Ruhepol in Paderborn
Leihe bis 30. Juni 2026 zum SC Paderborn

Dennis Seimen machte ein gutes Spiel, auch wenn zwei Gegentore im Protokoll stehen. Beim ersten ist er noch dran, beim zweiten machtlos. Paderborn bleibt Vierter, trifft nun auf Preußen Münster.

Seimen wirkt wie ein Torhüter, der nicht auf die Tabelle schaut, sondern auf die nächste Parade. Das ist für junge Keeper oft die wichtigste Fähigkeit.

Jarzinho Malanga – der Unerschrockene von Elversberg
Leihe bis 30. Juni 2026 zur SV Elversberg

Elversberg verliert in Nürnberg 2:3, aber Jarzinho Malanga trifft – sein zweites Saisontor, zum zwischenzeitlichen 2:1. Er steht in der Startelf, er wirkt angekommen, er wirkt gefährlich.

Elversberg bleibt Zweiter, nächster Gegner ist der VfL Bochum. Malanga spielt, als wolle er dem VfB sagen: Vergesst mich nicht.

Laurin Ulrich – der Taktgeber in Magdeburg
Leihe bis 30. Juni 2026 zum 1. FC Magdeburg

Magdeburg gewinnt 3:0 in Braunschweig, steht nun auf Platz 12, aber die Tabelle ist eng wie ein Nadelöhr. Laurin Ulrich spielt 78 Minuten, spielt gut, spielt reif.

Am Samstag kommt Dynamo Dresden – ein Spiel, das man in Magdeburg „wichtig“ nennt und in Stuttgart aufmerksam verfolgt. Ulrich könnte mit einem Sieg ein Polster schaffen, das man in dieser Liga selten hat. Topspiel, 20:30 Uhr. Pflichttermin.

Luca Raimund – der Einwechsler mit Wirkung
Mit Rückkaufoption zu Fortuna Düsseldorf

Beim 1:0 der Fortuna gegen Bielefeld kommt Luca Raimund in der 62. Minute. Er stabilisiert, er beteiligt sich, er hilft, die drei Punkte über die Zeit zu bringen. Düsseldorf springt auf Platz 14, fährt nun nach Hannover.

Benjamin Boakye – ein starker Pass, wenig Ertrag
Mit Rückkaufoption zu Arminia Bielefeld

Benni Boakye kommt gegen Düsseldorf in der 74. Minute. Er spielt einen herausragenden Pass, der aber nicht zum Tor führt. Ansonsten bleibt es bei Ansätzen.

Bielefeld rutscht auf den Relegationsrang, seit sechs Spielen ohne Sieg. Am Freitag kommt Holstein Kiel – ein Gegner, der seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen ist. Es wird ungemütlich.

Eliot Bujupi – verletzt in Westerlo
Leihe bis 30. Juni 2026 zu KVC Westerlo

Bujupi fehlt mit Knieverletzung. Mehr muss man nicht sagen, außer: gute Besserung.

Peter Reinhardt – Winterpause in Illertissen
Leihe bis 30. Juni 2026 zum FV Illertissen

In der Regionalliga Bayern ruht der Ball bis Februar.

Grischa Prömel und der VfB: Ein Gedanke, der elektrisiert – und gleichzeitig Bauchschmerzen macht

Es gibt Meldungen, die rauschen durch die Fußballwelt wie ein Windstoß, der erst die Gardinen hebt und dann die Nerven. Die Nachricht, der VfB Stuttgart beschäftige sich ernsthaft mit Grischa Prömel, gehört genau in diese Kategorie. Ein Name, der sofort Diskussionen entfacht – und zwar nicht nur wegen seiner fußballerischen Qualitäten.

Denn Prömel bringt eine Vita mit, die man in Stuttgart freundlich formuliert als „herausfordernd“ bezeichnen könnte. Kickers. Hoffenheim. KSC. Union. Man könnte sagen: Er hat sich konsequent durch die Liste der Vereine gearbeitet, die beim VfB-Fan reflexartig Ausschlag verursachen. Viel schlimmer geht’s fast nicht. Und trotzdem: Über seine Qualitäten muss man nicht lange reden. Prömel ist ein guter Spieler. Punkt.

BAU // Stuttgart , Bundesliga Fußball VfB Stuttgart vs. TSG 1899 Hoffenheim, v.l. Angelo Stiller (VfB) / Grischa Prömel (Hoffenheim)

Das Problem: Er ist ein guter Spieler, der oft nicht spielt

Und genau da beginnt das Dilemma. Prömel ist 31. Das ist kein Alter, bei dem man im Profifußball automatisch aussortiert wird – aber es ist auch nicht mehr die Phase, in der man sich jedes Jahr neu erfindet. Dazu kommt eine Verletzungshistorie, die man nicht einfach wegmoderieren kann: Kreuzbandriss, Innenbandverletzung, Knöchelbruch. Ein Körper, der viel erlebt hat – vielleicht zu viel.

Der VfB weiß das. Prömel weiß das. Und trotzdem steht sein Name wieder auf dem Zettel. Wie schon 2022, als der VfB ihn unbedingt wollte. Damals war er ablösefrei, die Gespräche liefen, alles sah gut aus – aber der VfB zitterte bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt. Prömel wollte nicht in die Zweite Liga. Verständlich. Also ging er nach Hoffenheim. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Planungssicherheit. Ein Wort, das in Stuttgart damals ungefähr so stabil war wie ein Kartenhaus im Föhnwind.

Der Spieler, der einem auf den Geist geht – und den man trotzdem gern hätte

Man muss es so deutlich sagen: Prömel ist einer dieser Spieler, die einem als Gegner wahnsinnig auf die Nerven gehen. Er läuft, er grätscht, er nervt, er provoziert, er ist überall und nirgendwo. Ein Spieler, der einem 90 Minuten lang auf den Sack geht.

Und genau deshalb würde man ihn im eigenen Trikot feiern.

Denn der VfB hat viel Talent, viel Technik, viel Spielwitz – aber er hat nicht viele Spieler, die dem Gegner systematisch die Laune verderben. Prömel wäre genau dieser Typ. Einer, der ein Spiel nicht nur spielt, sondern es beeinflusst. Einer, der Räume frisst und Emotionen erzeugt. Einer, der die Mannschaft in Phasen trägt, in denen es nicht um Schönheit geht, sondern um Widerstand.

Die Frage ist nur: Zu welchem Preis?

Die Vita? Geschenkt. Der Mann hat nie gegen den VfB geschossen, verbal oder sonst wie. Das ist kein Problem.

Das Problem sind Alter und Verletzungen. Das sind Red Flags, die man nicht ignorieren kann. Wenn Prömel bereit wäre, einen leistungsbezogenen Vertrag zu unterschreiben – warum nicht? Dann wäre das Risiko kalkulierbar. Aber ein Spieler mit dieser Historie und diesem Alter ist kein Transfer, den man einfach so durchwinkt.

Zumal die Situation ohnehin eine andere Wendung genommen hat: Hoffenheim und Prömel waren sich eigentlich schon einig. Dann wechselte er die Berateragentur – und plötzlich war wieder Bewegung drin.

Ein anderer Gedanke: Vielleicht sollte der VfB einfach größer denken

Denn es gibt ein Szenario, das viel mehr Sinn ergibt als ein 31-jähriger Dauerläufer mit fragiler Krankenakte:

Rocco Reitz.

Ja, die Ausstiegsklausel liegt bei 28 Millionen. Das ist viel. Zu viel. Aber Reitz ist ein Spieler, der nicht nur gegen den Ball arbeitet, sondern ihn auch sinnvoll bewegt. Mentalität, Intensität, Spielintelligenz – das Gesamtpaket ist beeindruckend. Und wenn Angelo Stiller im Sommer geht, wird der VfB ohnehin Geld in die Hand nehmen müssen.

Für 20 bis 23 Millionen? Da beginnt die Diskussion. Und sie ist berechtigt.

Reitz ist kein Stiller-Klon, aber er bringt etwas mit, das der VfB dringend braucht: Präsenz. Mut. Härte. Und die Fähigkeit, ein Spiel zu lesen, bevor es entsteht.

Fazit: Prömel wäre verständlich – aber Reitz wäre konsequent

Grischa Prömel wäre ein Transfer, der kurzfristig helfen könnte. Einer, der Emotionen reinbringt, der Spiele dreckig macht, der Gegner nervt und Mitspieler mitzieht. Aber er wäre auch ein Transfer mit Ablaufdatum und Risiko.

Rocco Reitz dagegen wäre ein Transfer, der eine Ära prägen könnte.

Deshalb mein zugespitztes Fazit:

Lass Prömel in Hoffenheim. Wenn der VfB wirklich wachsen will, muss er in die Zukunft investieren – nicht in die Vergangenheit.